Schilow Energieberater Osnabrück

Förderung

Trotz hoher Zinsen – sicher zum eigenen Zuhause

Kein Traumhaus

Traum aufgeben?

Traumhaus

Förderung macht’s möglich!

Die Zeit der niedrigen Zinsen ist vorbei. Der Traum vom Eigenheim bleibt.

Auf den ersten Blick scheint der Erwerb einer Immobilie heute kaum noch bezahlbar. Hohe Kaufpreise und gestiegene Finanzierungskosten schrecken viele Familien zunächst ab.

Gerade Bestandsimmobilien bieten jedoch häufig eine interessante Alternative. Mit einer durchdachten energetischen Sanierung lässt sich aus einem älteren Gebäude ein modernes, energieeffizientes Zuhause entwickeln.

Staatliche Förderprogramme wie die KfW-Förderung (z. B. BEG WG) oder die Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen (BEG EM) unterstützen sowohl den Immobilienkauf als auch die anschließende energetische Modernisierung. Entscheidend ist dabei jedoch nicht ein einzelnes Förderprogramm, sondern die sinnvolle Kombination verschiedener Fördermöglichkeiten.

Die folgenden Praxisbeispiele zeigen, wie sich Immobilienkauf und energetische Sanierung sinnvoll miteinander verbinden lassen.

Praxisbeispiel: Altbau kaufen und energetisch sanieren

Eine vierköpfige Familie findet ein sanierungsbedürftiges Einfamilienhaus zum Kaufpreis von 250.000 €.

Nach einer energetischen Bestandsaufnahme wird ein Sanierungskonzept entwickelt. Für die Modernisierung werden Investitionen von rund 150.000 € eingeplant.

Projektübersicht

Kaufpreis Bestandsimmobilie
250.000 €

Energetische Sanierung
150.000 €

Gesamtinvestition
400.000 €

 

Geschätzter Immobilienwert nach der Sanierung
ca. 550.000 – 600.000 €

Durch die energetische Modernisierung entsteht nicht nur ein komfortables und energieeffizientes Zuhause. Gleichzeitig kann sich auch der Wert der Immobilie deutlich erhöhen.

Im nächsten Schritt zeigt sich, wie sich verschiedene Förderprogramme sinnvoll kombinieren lassen, um Kauf und Sanierung wirtschaftlich zu finanzieren.

 

1) KfW 308 – Jung kauft Alt

Mit dem Förderkredit KfW 308 können Familien mit Kindern und Einkommen innerhalb der Fördergrenzen eine Bestandsimmobilie erwerben.

  • Förderkredit bis 150.000 € je Wohneinheit
  • Attraktive Zinssätze gegenüber marktüblichen Finanzierungen
  • Speziell für den Kauf sanierungsbedürftiger Wohngebäude

Nach dem Immobilienkauf beginnt die energetische Sanierung – häufig finanziert über den Förderkredit KfW 261.

2) KfW 261 – Förderung der energetischen Sanierung

Für die energetische Sanierung ergänzt der Förderkredit KfW 261 das Programm KfW 308 ideal. Über ihn lassen sich umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen wirtschaftlich finanzieren.

  • Förderkredit bis 150.000 € je Wohneinheit
  • Attraktive Zinssätze gegenüber marktüblichen Finanzierungen
  • Tilgungszuschuss abhängig vom erreichten Effizienzhausstandard

KfW 261 verbindet günstige Finanzierung mit staatlicher Förderung und bildet damit die Grundlage vieler Sanierungsprojekte.

3) Energetische Fachplanung und Baubegleitung

Energetische Fachplanung umfasst heute weit mehr als Förderanträge und Formulare.

Der Gesetzgeber verlangt für geförderte Sanierungen eine Vielzahl technischer Nachweise und ingenieurtechnischer Berechnungen, die bereits vor Beginn der Bauarbeiten erstellt werden müssen. Ziel ist ein technisch funktionierendes, förderfähiges und wirtschaftlich sinnvolles Gesamtkonzept.

Zur Fachplanung gehören unter anderem

  • Wärmebrückenberechnung
  • Feuchteschutznachweis
  • Sommerlicher Wärmeschutz
  • Heizlastberechnung nach DIN EN 12831
  • Lüftungs- und Luftdichtheitskonzept
  • Auslegung der Wärmepumpe und weiterer Anlagentechnik
  • Prüfung der energetischen Anforderungen
  • Erstellung der erforderlichen technischen Nachweise

Während der Baubegleitung

begleitet der Energieeffizienz-Experte das Projekt als technischer Ansprechpartner für Bauherren, Architekten und ausführende Unternehmen. Dazu gehören unter anderem

  • Unterstützung bei der Bewertung und dem Vergleich von Angeboten,
  • Abstimmung technischer Lösungen mit allen Projektbeteiligten,
  • Kontrolle der fachgerechten Umsetzung der geplanten Maßnahmen,
  • frühzeitiges Erkennen möglicher Planungs- oder Ausführungsabweichungen,
  • Dokumentation der Ausführung für die spätere Förderbestätigung.

So entsteht Schritt für Schritt aus einem Sanierungskonzept ein technisch funktionierendes, wirtschaftlich sinnvolles und nachhaltig wertbeständiges Gebäude.

Neubau – energieeffizient planen und fördern

Auch beim Neubau unterstützt der Staat den Weg ins Eigenheim – allerdings mit einer klaren Ausrichtung auf energieeffiziente und klimafreundliche Gebäude.

Für junge Familien bietet das KfW-Programm 300 attraktive Finanzierungsmöglichkeiten beim Bau eines klimafreundlichen Eigenheims. Die Programme KfW 297 / 298 stehen darüber hinaus weiteren Bauherren und Investoren für energieeffiziente Neubauprojekte offen.

Mit den heutigen Förderprogrammen steigen jedoch auch die technischen Anforderungen. Neben einer anspruchsvollen energetischen Planung gehören bei klimafreundlichen Neubauten verpflichtende Nachhaltigkeitsnachweise, insbesondere die Lebenszyklusanalyse (LCA), heute zum festen Bestandteil des Förderkonzepts.

Wichtig: Eine erfolgreiche Förderung beginnt deshalb nicht erst mit dem Förderantrag, sondern bereits in der Planungsphase. Ein durchdachtes Gesamtkonzept und die frühzeitige Einbindung eines Energieeffizienz-Experten helfen dabei, alle technischen Anforderungen sicher zu erfüllen und spätere Planungsänderungen zu vermeiden.

Fazit

Ob umfassende Sanierung, einzelne Maßnahmen oder Neubau – jedes Projekt stellt eigene technische, wirtschaftliche und förderrechtliche Anforderungen. Standardlösungen gibt es deshalb nur selten.

Entscheidend ist ein schlüssiges Gesamtkonzept, das zum Gebäude, zu den Zielen der Eigentümer und zum verfügbaren Budget passt. Förderprogramme können dabei wichtige Bausteine sein – die Grundlage bleibt jedoch eine fachgerechte Planung.

Am Anfang steht deshalb immer die sorgfältige Betrachtung des konkreten Vorhabens.